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Ortsname Frick

Der Ortsname Frick ist bis 1987 unterschiedlich gedeutet worden. Während die einen vermuteten, Frick sei keltisch und bedeute Graben oder Flussgabelung, erklärten andere, der Ortsname gehe vermutlich auf den süddeutschen Personennamen Frickulf oder Fricco zurück, sei also germanischen Ursprungs. In wissenschaftlichen Werken wie dem Geographischen Lexikon der Schweiz oder dem Historisch-Biographischen Lexikon der Schweiz finden sich keine Erklärungen des Ortsnamens.

Da eine wissenschaftliche Studie fehlte, wurde Prof. Dr. Stefan Sonderegger, Ordinarius für Germanische Philologie an der Universität Zürich, ersucht, ein Gutachten über den Ortsnamen Frick zu erstellen. Das überraschende Ergebnis dieser Studie zeigte, dass keine der bisherigen Deutungen wissenschaftlich haltbar ist. Auf Grund der Tatsache, dass sich der Name Frick weder im keltischen noch im deutschen Sprachmaterial überzeugend verankern lässt, war der Weg frei für eine neue Deutung. Und diese lautet: Der Name Frick geht zurück auf das römisch-lateinische Ferra ricia (Eisenbergwerk, auch Eisenverarbeitungsstätte). Aus Ferraricia entstand die verkürzte Form "Ferricia", von den Alemannen eingedeutscht als "Ferrica", "Fricca".

Das Untersuchungsergebnis des Sprachwissenschaftlers wird zunehmend durch archäologische Funde gestützt, die belegen, dass Frick einst Zentrum der Eisengewinnung oder wichtige Stätte einer Eisenverarbeitung war.

Das vollständige Gutachten von Prof. Sonderegger ist in Band 3/1989 der Schriftreihe "FRICK - Gestern und Heute" enthalten.


Familienname Frick

Immer wieder erhält die Gemeinde Frick Besuch oder Korrespondenz von Personen, die den Familiennamen Frick tragen. Anhand von fragwürdigen Stammbäumen wähnen sich etliche Träger des Familiennamens Frick in aller Welt als Nachfahren des Hochadelsgeschlechts der Grafen von Homberg (Frick) oder des Rittergeschlechts der Herren von Frick.

Wir gehen davon aus, dass zwischen den heutigen Frick-Namensträgern und der Gemeinde Frick kein Zusammenhang besteht, weil das Grafen- und das Rittergeschlecht gleichen Namens vor Jahrhunderten ausgestorben sind. Diese Annahme leiten wir aus folgenden Quellen ab:

a) "Die Grafen von Homberg", Genealogische, gütergeschichtliche und politische Aspekte einer süddeutschen Dynastie (11. bis 14. Jahrhundert), Dissertation von Jürg Schneider, enthalten in ARGOVIA, Jahresschrift der Historischen Gesellschaft des Kantons Aargau, Band 89, herausgegeben 1977 im Verlag Sauerländer Aarau (=ausgestorbenes Hochadelsgeschlecht der Grafen von Frick)

b) "Die mittelalterlichen Burganlagen und Wehrbauten des Kantons", Band I, von W. Merz, erschienen 1906 in Aarau (=ausgestorbenes Dienstmannen- bzw. Rittergeschlecht der Herren von Frick).

Eine im Jahr 1995 durchgeführte Umfrage in den 21 Schweizer Gemeinden, in denen die Frick schon vor 1800 das Bürgerrecht besassen, bestärkt uns in der Annahme, dass keine Beziehung zum Ort Frick besteht und der Ursprung des Familiennamens möglicherweise in einer Vornamensableitung liegt.


Familienname Fricker

Bei Trägern des Familiennamens Fricker besteht dagegen mit hoher Wahrscheinlichkeit ein örtlicher Zusammenhang mit der Gemeinde Frick. Zur Zeit der Entstehung von Familiennamen konnte der Herkunftsort für die Namensbildung massgebend sein, manchmal auch der Beruf oder eine persönliche Besonderheit. Es wird davon ausgegangen, dass von Frick Weggezogene am neuen Wohnort nach ihrer Herkunftsgemeinde mit "Fricker" bezeichnet worden sind (wie z.B. Basler, Zürcher). Rückwanderer sorgten später dafür, dass die "Fricker" noch heute als Bürgergeschlecht in Frick ansässig sind.