Das ganze Gebiet der Gemeinde Frick wird von der Sissel entwässert. Der Gemeindebann ist geprägt vom Tal der Sissel und des Bruggbaches. Beim alten Marktflecken bildet sich ein eigentlicher Talkessel umgeben von Tafeljurabergen.
Im Gemeindegebiet von Frick münden wenig andere Bäche in den Bruggbach oder in die Sissel. Der Staffeleggbach bildet die Grenze zu Hornussen, während die Bäche aus dem Gebiet Bondel und der Gegend der Deponie Seckenberg nur knapp ausserhalb der Gemeindegrenze der Sissel zufliessen. In den Bruggbach mündet der Feihalterbach, sowie ausserhalb der Gemeindegrenze der Bach aus dem Tälchen Märte. Die restlichen kleinen Bächlein ausserhalb des Waldes sind mit Ausnahmen alle eingedohlt.
Renaturierung des Feihalterbaches
Von 1937 bis 1942 wurde der Feihalterbach in ein Betonkorsett gezwängt, kanalisiert und begradigt. 1997 beschloss die Gemeindeversammlung ein Teilstück von ca. 480 Meter im Gebiet Kirchmatt zu renaturieren.
Vor ca. 60 Jahren begann man mit der Kanalisierung des damals noch natürlich fliessenden Feihalterbaches. Mit der Kanalisierung sollte Land gewonnen werden für die Landwirtschaft. Inzwischen haben sich die Ansichten geändert. Im europäischen Naturschutzjahr 1997 wurden die Betonplatten entfernt und das Bachbett mit Erde aufgefüllt. Anschliessend wurde der Bachlauf mit standortgerechten Bäumen, Sträuchern und Gebüsch befestigt. Die neue Bepflanzung stabilisiert den Boden, hält das Wasser zurück, fördert die Verdunstung und reinigt das Wasser. Durch die Renaturierung entstand ein naturnaher Raum für Ruhe, Spiel, Beobachtung und Erholung. Geschaffen wurde ein neuer Lebensraum für Artenvielfalt der Pflanzen und der Tierwelt.
Mit dem Umbau der Stallungen des FIBL-Hofes konnte auch im Gebiet Frickberg ein Gewässer ausgedolten werden. Nun kann es in einem natürlichen Bachbett der Sissel zufliessen.
Die Sissel, der Bruggbach, der Feihalterbach und der Staffeleggbach sind alle von wertvollen Bachgehölzen begleitet. Diese Bäche können zum grossen Teil als natürlich bezeichnet werden. Einzelne Abschnitte sind aber auch kanalisiert oder haben verbaute Ufer. Diese Bachlandschaft mit den begleitenden Bachgehölzen im Talkessel von Frick nimmt im Aargauer Jura eine einzigartige Stellung ein.
Auf der ganzen Länge des Sisselbaches ist der Eisvogel beim Fischen zu beobachten. In Frick hat er sogar an mehreren Stellen Bruthöhlen im Bachbord angelegt. Ein Zeichen eines intakten Ökosystems, welches dem seltenen, empfindlichen Vogel Raum zum Überleben bietet.